05 März 2007

Die hübsche Halbblutstute Rubina

5.März.07

Im Mai 2006 begab ich mich auf die Suche nach einer passenden Reitbeteiligung für mich. Nach langer Suche fand ich dann im Juni 2006 die halbblütige Fuchsstute Rubina. Sie stand an einem Freizeitstall in Becklem, nur 6,5km entfernt von mir. Es gab dort zwar keine Halle, doch zwei Außenplätze und ein riesiges Ausreitgelände.
Nach langem Überlegen und abwägen der Möglichkeiten entschloss ich mich dann schließlich doch für diese Stute. Nach dem ersten Reiten zeigte sich, das ich noch viel zu lernen hatte, doch das sollte man doch in den Griff bekommen.
Ab dann begann eine sehr schöne Zeit, die leider am Ende nicht mehr so harmonisch war.



Im Sommer nahm ich Privatunterricht bei meinem Reitlehrer, der selber 5 Pferde am Hof stehen hatte und mit einem aktiv Tuniere geht. Bei ihm lernte ich viel zum Umgang mit dem Pferd beim reiten, allerdings hatte er es nicht immer leicht mir die Angewohnheiten des schlechten Reitens auszutreiben. So gab es mal Stunden wo er völlig verzweifelte und Stunden wo er mich lobte und meinte es ginge ja doch plötzlich *g*. Die Reitstunden haben mir immer sehr viel Spass gemacht und als der Platz dann im Winter völlig absaufte, ritt ich mit ihm ins Gelände. Leider hatten wir nur einmal die Chance dazu, doch es war auf jeden Fall nen schöner Ausritt.
Im Sommer bevor der Stress mit den Leuten vom Hof begann, ritt ich auch mit so kleineren Mädels vom Stall aus. Wir waren mal eine, mal ganze zwei Stunden unterwegs. Ritten viele Felder entlang und galoppierten in der Gruppe. Das war wirklich ein richtig klasse Sommer, der mir sehr viel Spaß bereitet hat.
Rubina ist allerdings nicht gerade die einfachste Stute. Sie ist die typsiche Stute: zickig, eigenwillig und rechthaberisch. Durch ihre Halbblutvererbung ist sie natürlich nicht wirklich todzukriegen, sie gibt immer voll Gas und ist dabei recht wendig. Lief sie aber einmal schön rund und ließ die Hilfen ohne Murren zu, dann konnte man das Gefühl gar nicht beschreiben. man kam zum Sitzen, man konnte die Lektionen auf den Punkt reiten, die Tempowechsel waren einfach nur genial.... Allerdings lag es nicht immer nur an Rubina, denn wenn ich zu unruhig wurde oder hektisch, dann merkte sie das natürlich auch schon waren wir in einem Teufelskreis.

Kurz vor dem Winter begann dann die Zeit des Grauens. Eine der Mädels fing an, sich irgendwelchen Mist über mich einzubilden, was ich nicht so gesagt hätte und was sie nicht so alles wüsste. Nach einiger Zeit dachte ich, das sich das Verhältnis mal wieder legen würde, doch bis zum heutigen Tag hatte es sich eher verschlechtert als verbessert. Die anderen Mädels fingen an sich ebenfalls einzumischen und nach der Nase der Unruhestifterin zu tanzen. Und als ich dann merkte das die Besitzerin von Rubina sich ebenfalls auf deren Seite schlug war dann meine letzte Hoffnung auf einen schönen zweiten Sommer geplatzt. Nach monatelangen Bemühungen hatte ich dann endgültig keine Lust mehr, mich als schlechten Menschen hinstellen zu lassen.

Für meine Stute tat es mir sehr leid, doch nun kann ich meine gewonnene Zeit in nettere Menschen investieren und habe so viel mehr Spass. Rubina ist bei einem der Mädels in gute Händen, so das ich mir um sie keine Sorgen machen muss.

Meine Motivation weiter zu kommen und vieles zu erreichen und zu erlernen stecke ich nun in ein anderes Pferd, mit Menschen die fair und ehrlich sind. Ich freue mich vorallem auf die Stute Maja, die ich einmal die Woche reite. Von Freunden bekam ich Angebote mal vorbei zuschauen und dort Pferde zu reiten. Also es ist bloss vorrübergehend ein Wechsel der Gegebenheiten und ich denke, es kann nur besser werden. *smile*