Rock am Ring 2007
31.05. - 03.06.07
Die Erwartungen waren groß und somit die Anspannung kaum zu ertragen. Als dann Donnerstag morgen der Wecker um 8h klingelte und ich meine restlichen Sachen einpackte und die Küche somit belegte war der Tag gekommen.
Um 12h sollte ich von Katrin, meiner Fahrerin, abgeholt werden. 12:20h ertönte die Klingel und ich schaute in ein absolut schockiertes Gesicht. Was denn jetzt passiert?
Und dann sah ich es. Mein Berg war ja nicht gerade ohne, aber der Toyota Corolla der draußen stand war bereits zu 3/4 der Fläche gefüllt. Ach herjeh... wir hatten ja noch einen dritten Mitfahrer, Flo, den wir noch mitbekommen mussten.
"Ok... dann lass mal die Packkünstlerin ran und alles muss raus." Katrin schaute mich etwas verzweifelt an, doch nach ein paar Minuten war alles rausgeräumt, ich hatte mir den Überblick verschafft und schon die hauptsächlichen Klamotten von Flo mit im Hinterkopf. (jajaa.. die Mathematikerin, drei hinein und zwei im Sinn)
So waren wir nach 20Minuten wieder fahrtüchtig und hatten noch Platz für neue Sachen. Also ab ins Auto, die wichtigsten Sachen griffbereit und los gings. HALT, STOPP... Kissen vergessen. Also wieder zurück, nach oben gespurtet und nun gings los. Auf dem Weg noch ne Frühstückspizza verdrückt und Flo eingesammelt. Die Hinfahrt verzögerte sich zwar um eine Stunde und in Köln nochmal wegen Stau, aber sonst ging alles glatt. Einen Unfall mitten auf ner Landstraße konnten wir rechtzeitig und mit Hilfe umfahren und schon waren wir bei Rock am Ring. Naja.. zumindest in der riesen Schlange vor dem Eingang. Nach 15Minuten oder sogar länger bekamen wir einen Tipp dem wir erst nicht trauen wollten, doch dann als wir ihm nachgingen sparten wir sicher über ne Std und kamen direkt auf die Nordschleife und brausten zu unseren Freunden die bei KM4 bereits Plätze für uns reserviert hatten und viel aufgebaut hatten. Also Respekt und nen riesen Danke...

Somit beginn der Auftakt zu einem harten, langen und sehr lustigen Wochenende auf dem Ring. Wir räumten das Auto aus und bauten alles auf. Als dann auch noch der Pavillon stand setzten wir uns zu den anderen und los gings mit dem Feiern.
Freitag ging es früh raus, zwar nicht pflichtmäßig aber irgendwie waren alle dann doch früh wach. Zum Frühstück gab es dann Schweinesteak mit Tzaziki und Brot. Jaja... so ging es die nächste Zeit weiter. Besonders faszinierend war der Musikanhänger von Timo und Ise, der locker auf dem Festival mithalten könnte. Teilweise sass man auf der anderen Straßenseite des Rings um sich noch unterhalten zu können *g*. Das war ein Spass, bis spät in die Nacht gingen die Feiern, auch wenn es zum Ende hin immer dünner wurde.
Bevor jedoch am Platz gefeiert werden konnte ging es erstmal zum Festivalgelände. Dort gab es zwei großen Bühnen und noch ein Festzelt.
So ging es dann um 18:50h rüber zur Center Stage um sich Billy Talent anzuschauen, doch dort gab es bereits 30Minuten vor Beginn kein Durchkommen mehr und somit wurde dieser Plan wieder verworfen und wir begaben uns etwas gefrustet zur Alternative Stage wo zur selben Zeit Razorlight spielten. Ich kannte beide Bands nicht, von daher war mir das derzeit egal. So lernte ich Razorlight kennen, die zwar ne ganz gut Musik machten, doch relativ gleich blieben in Melody und Stimmung. Um 20:00h schauten wir uns an derselben Bühne den für Rock am Ring untypischen Jan Delay an. Doch dort war die Stimmung prima und man hatte viel Spass. Dort lernten wir den surfenden, gut aussehenden Bauern Jan und seinen Kollegen Martin kennen. Dabei hatten sie noch den jüngeren Hauke. Mit denen hatten wir dann viel Spass dort und feierten ausgiebig. Nun machten wir uns jedoch auf den Weg zu Muse auf der Center Stage (20:30h) um uns bereits während deren Konzert einen Platz direkt vor der Bühne für Linkin Park zu sichern. Muse war zwar ne Band zum gut anhören, aber für 2Std. war es dann doch sehr anstrengend und langatmig. Bei Linkin Park standen wir dann tatsächlich in der 6ten Reihe direkt vor der Bühne doch nach dem erste Lied gingen Katrin und mir so die Puste aus, das wir doch nach hinten auswanderten. Ich bekam öfter mal keinen Fuß auf den Boden und wurde einfach nur von allen Seiten zerquetscht, das machte keinen Spaß.
Hinten allerdings lernten wir dann wieder ein paar Leute kennen mit denen man richtig viel Spaß haben konnte, nur leider das man nie Handynummern austauschte oder sich mal wieder traf auf dem Festival. Kurz vor Schluss halfen uns dann die Jungs Katrin hoch über alle anderen zu stämmen so das sie über die Köpfe der anderen nach vorne getragen wurde und mir halfen sie mich über den Wellenbrechen zu heben so das ich gemütlich ohne Druck zur Seite weggehen konnte.

Nach diesem Konzert trafen wir uns am Haribo-Stand zwischen Center- und Alternative Stage und warteten so auf die Anderen die so kamen. Als dann die Bayern und wir komplett waren ging es dann zur Alternative Stage um sich Evanescence im Night Special anzuschauen. Dummerweise war Flo bereits mit unseren Jacken, Handys, unserem Geld und unseren Nordschleifentickets zum Platz zurück gefahren so dass wir weder über Geld noch über ein Ticket verfügten um wieder per Bus zum Platz zu fahren. Da mir 1:50h für Evanescence zu spät war fuhr ich mit meinem Bruder und Basti wieder nachhause. Allerdings ging dann die Diskussion erst los. Hmm.. wie kommt man zu Fuß zum Platz und wie soll man den Bus nehmen wenn wir kein Geld für mich hatten? Also ging es erst zur Security und anschließend zum Betteln zur Haltestelle. Dort wurde der Zusammenhalt von Rock am Ring-Leuten sichtbar und ich bekam direkt 3 anstatt dem nötigen 1€ in die Hand gedrückt. So wurden 2€ wieder verteilt und ab ging die Post.
Diese Nacht allerdings endete nicht laut Plan nach dem Festival sondern zog sich durch die ganze Nacht hindurch und endete erst mittags 12h wo ich mich dann beschloss doch mal für 2 Std. ins Zelt zu verschwinden um ein wenig Schlaf nachzuholen.
Samstag ging dann alles seinen gewohnten Weg. Dieses Mal verbrachten wie eher die Zeit am Platz. Um 17h ging es in einer großen Gruppe geschlossen zum Festival um auch pünktlich um 18:00h an der Alternative Stage für Papa Roach zu stehen. Um 18:50h ging es dann schnurrstracks rüber zum Festzelt um noch den Auftritt der Ohrbooten mitzubekommen.
Dieser Auftritt war einer der besten, obwohl er nach 30Minuten zu Ende war und man kaum Lieder davon kannte war es einfach ne Klasse Show. Vorallem als meine Lieblingslieder "An alle ladies" und "Autobahn" kamen war es ja ganz vorbei für mich. Laut singend und schwärmend ging es dann danach wieder zurück zur Grünen Linie um mit diesem Bus nach hause zu fahren.
Diesmal ging die Nacht dann nur bis 4:30h was mir schon absolut reichte auch wenn ich in den Momenten weder Müdigkeit noch Anstrengung verspürte. Erstaunlich und sehr hinderlich wenn man morgens wieder fit sein sollte. Bis Dato sah unser Platz aus wie eine Müllhalde, es roch überall nach Grill und Grillfleisch und keiner hatte Lust auch nur irgendwas zu machen. So räumten Katrin und ich erstmal die wiese auf und machten Klarschiff. Timo und Ise ließen sich auch nicht lumpen und packten fleißig mit an, obwohl die noch den meisten Streß mit der Organisation hatten.
Sonntag kam dann der Tag der Tage. Nicht nur das der Abreisetag nun vorgerückt war, nein als absolute Attraktion spielten noch die Ärzte um 21:45h. So gingen wir bereits um 19:50h zur Center Stage und trafen dort auf die Bayern die bereits Plätze frei gehalten hatten. Dummerweise mussten genau vor den Ärzten eine Band spielen die ich nicht mag, Korn. Da ich weder Korn mochte noch viel von denen kannte war für mich diese Warterei eher kontraproduktiv.
Doch dann lohnte sich die ganze Misere. Katrin und ich gingen kurz vorher bis nach ganz vorne und standen direkt hinterm zweiten Wellenbrecher. Wir hatten einen fast perfekten Blick auf einen der großen Monitore und konnten mit ein wenig Wille sogar die Bühne und die Ärzte selber erkennen.
Die Stimmung während dieses Konzertes war absolut der Hammer. Alle haben mitgesungen, alle haben den Spass mitgemacht und keine ist irgendwie schlecht drauf gewesen. Nach 4 Tagen auf dem Ring war diese späte Zeit schon mit viel Konzentration und mit viel Selbstbeherrschung verbunden. Obwohl man nicht behaupten könnte das ein Konzert der Ärzte langweilig wäre. Absolut Top war die Sitzlaolawelle von der einen Seite zur anderen und bis nach hinten hindurch.
Programmende wäre um 00:00h gewesen, doch dann kam noch ein neuer Spaß und sie blieben dann gleich bis 00:30h. Da meine Stimme bereits zuvor nicht mehr so gute Töne hergab, versagte sie doch glatt nach der Hälfte des Konzerts und es war Stille um mich als Plappermaul bestimmt.
Danach ging es dann nur noch mit dem Bus zum Platz, ab ins Auto und los gings. Wir waren total übermüdet, absolut fertig vom Rumgespringe und doch mussten wir wegen mir zurück nach hause. Um 4h kamen wir dann doch endgültig in Waltrop an, luden Flo aus und es ging weiter zu mir.
Das war Rock am Ring 2007, das erste Mal dabei und schon süchtig. Wie soll das bloß werden!

0 Comments:
Kommentar veröffentlichen
<< Home