Klettern im Neoliet
30.Sept.2007
Das Neoliet in Bochum-Riemke: Aus einer ehemaligen Maschinenhalle wurde die Anlaufstelle für Kletterer aus dem gesamten Ruhrgebiet. Mit einer Fläche von 2200m² ist es in der Gegend die größte Kletterhalle.
Wie lange musste ich mir wohl überlegen ob ich da mit hin will um das Klettern von der Pieke auf zu lernen? Jep... gar nicht. Ein Anruf von Katrin und ich war dabei.
So ging es am Sonntag abend gegen 17h hier los und um 18h standen wir schon fertig in unsere Utensilien gepackt mitten vor einer riesen Wand.
Zuerst erklärten uns Andreas und Katrin was die ganzen Schwierigkeitsgrade bedeuteten, das man immer nur eine Farbe klettert und was es so für unterschiedliche Arten gibt.
Das erste Projekt war dann eine 3- an der nach vorne angeschrägten Wand. Übersichtliche Tritte, gut zu halten, aber sowas von anstrengend. Unten noch die Strickjacke angelassen weils etwas kühl war, oben schon bereut, das man sich nicht mitten auf dem Weg umziehen konnte. Das runterlassen war bei den ersten Malen total seltsam, doch es besserte sich.
Strickjacke aus und ab zur nächsten Wand. Dort wurde es schon einfacher. Nach den Tipps unserer zwei Spezialisten benutzte ich also mehr die Beine und arbeitete mit dem ganzen Körper. So steigerten wir uns bis zu einer 4, wobei ich bei einer Route kaum mehr konnte. Ich wusste nicht mehr weiter, musste Pause machen und ging dann nach Anleitung weiter. Da war ich erstmal richtig stolz und Andreas hat mich auch gelobt.
Also mit solchen Motivatoren macht das noch mehr Spaß. Jeder hilft einem obwohl sie selber schon viel mehr klettern und selber in der Zeit hätten klettern können. Einfach nur toll.
Der Neoliet Mitarbeiter Sascha kam irgendwann zu uns und half Katrin bei einer 7. Route. Respekt. Damit sie die Orientierung bekam und den Weg einfacher findet, hat er ihr bei den einzelnen Schritten geholfen und sie ab und zu mit dem Seil unterstützt.
Dabei erfand sie direkt eine neue Route bzw. eine mit den Füßen zuerst Taktik. Da konnte selbst Sascha nicht mehr helfen, denn so ist noch nie jemand diese Route geklettert, ABER es funktioniert. Sie kam ohne Sturz weiter und stand recht sicher mit dieser Art.
Es war allerdings ein Bild für die Götter und absolut ein Foto wert!
Nach ein paar Std. versagte bei mir die Kraft völlig, ich konnte selbst eine 3+ nicht mehr klettern. Man will, aber es geht einfach nicht mehr. Wir wurden genau mit diesem Satz vorgewarnt und alle hatten Recht. Es macht einfach nur Spaß und man lernt immer wieder neue Leute kennen, echt klasse.
Zum Schluß ging es an den Bolder-Block, dort klettert man ungesichert auf Absprunghöhe und darunter liegen dicke weiche Matten. Begonnen wird im Sitzen und es darf sich nicht am Boden abgestützt werden. Bino kletterte noch einige gelbe Routen, Katrin und Andreas probierten noch einige technischen Schritte aus und ich relaxte am Rand. Dabei ließ sich alles gut beobachten, vorallem den Ehrgeiz der Einzelnen und die Motivation untereinander.Ich hätte das auch gerne versucht, aber dann lieber ein anderes Mal. Meine kraft ließ mich im Stich und der Muskelkater war schon vorprogrammiert.
Um 18h gestartet und um 23h die Halle verlassen. Da kann man echt nicht meckern.
Und fest steht:
KLETTERN MACHT SÜCHTIG!

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