Teil 3: Vom Tierheimhund zum Agility-Lehrling
Was bedeutet "normalerweise" das Wochenende? Keine Arbeit, Ausruhen, Faulenzen - einfach abschalten und nix tun. ;o)
Ihr ahnt vermutlich schon das richtige. Mit Rooky ist kein Tag normal oder gar langweilig. So musste ich mir wieder etwas ausdenken, was uns beiden Spaß macht und den Tag mit Action füllt.
Durch Nachbarn die selber einen Hund haben, habe ich dann den Tipp meiner jetzigen Hundeschule bekommen. Dort werden neben den Junghunde, Grund- und Fortgeschrittenen Kursen auch Kurse wie Flyball und Agility angeboten. Da ich Agility von zahlreichen Hundeshows und -messen kannte habe ich mich im Vorfeld etwas darüber informiert und dann in der Hundeschule nachgefragt.
Die komplette Ausbildung zum Agility-Hund dauert 4,5Jahre und beinhaltet viel Zusammenspiel von Hund und Mensch. Es ist nicht nur wichtig die Geräte zu kennen sondern man muss den Hund auch verstehen und lenken lernen.
Zurzeit gibt es 3 Kurse ( 1x Mini-Agility und 2x Agility).
Mein Agility-Kurs findet samstags von 11-12h statt und besteht aus 4 Hunden mit seinen Besitzern. Neben Rooky gibt es da z.B.:
- Stella: Terrierdame, quirlig und ein Flummi
- Jay Jay: Bordercollierüde, schnell, wendig und aufmerksam
- Tory: Australien Cattledogdame, besitzerfixiert, eigenbrötlerisch, verspielt
- xxx: Terrier-Mixdame, souverän, schnell, freundlich
Zu Beginn der Stunde werden zuerst einige Geräte mit bestimmten Befehlen geübt. Dabei lernen die Hunde die gewissen Kontaktzonen kennen und bekommen gezeigt wie sie die Geräte genau zu nehmen haben. Ebenfalls werden die Geräte benannt, so dass der Hund identifizieren kann welches Hindernis als nächstes folgt.
Zum Abschluss der Stunde wird ein Parcours mit ca. 14 Hindernissen durchlaufen. Ziel ist es den Hund später auch voran oder seitlich abschicken (back) zu können, so das man selber den kürzesten Weg zum nächsten Hindernis wählen kann. Wichtig dabei ist auch die Art des Wechsels (Seitentausch) mit dem Hund. Man kann entweder vor oder hinter dem Hund wechseln, zumindest sollte keiner von beiden auf seinem Weg gestört werden.
Wichtig beim Agility sind stets der Spaß an diesem Sport und die Motivation des Hundes.
Unsere Hundeschule nimmt an keinen Turnieren teil und doch gibt es am 14.Dezember ein Agility-Turnier. Dort werden die 3 Kurse gegeneinander antreten und somit der Stand der einzelnen Gruppen verglichen. Die meisten Hunde sind bereits seid 6 Monaten dabei und trainieren seid dem sehr fleißig. Rooky und ich sind erst Anfang Oktober dazu gestoßen und haben so einiges aufzuholen.
Rooky kennt bereits alle Geräte und macht wirklich toll mit. Die Geräte die ihm zuerst Angst bereitet haben, sind heute kein Problem mehr. Er rennt über den Steg genauso wie über die Wippe. Im Slalom sind wir noch etwas langsam, aber selbst das macht er sehr gut und ordentlich. Beim Agility ist Rooky sehr konzentriert und aufmerksam. Obwohl er normalerweise Pausen mit Schlafen überbrückt ist er da immer hibbelig und jankt, weil er unbedingt weiter machen möchte.
Vom Tierheimhund zum Agility-Lehrling.
- sein halbes Leben im Zwinger und Spaziergänge nur an der Leine -
- sein halbes Leben im Zwinger und Spaziergänge nur an der Leine -
