22 Februar 2007

Ausritt nach Granat

21.Feb.07

7:30h, der Wecker klingelt. Kaum waren die Augen geöffnet realisierte ich was nun Anstand. Endlich, der ersehnte Ausritt. Also schnell raus aus dem Bett, die Reitsachen aus dem Schrank gekrammt, ab ins Bad und die Tasche gepackt.
Mit allem wichtigen versorgt, gings auch schon mit meiner Freundin Katrin los in Richtung Haltern. Auf der Autobahn noch eine kurze Auseinandersetzung mit einem alten Audi Fahrer und schon gings mit guter Laune durch den Wald zum Stall.
Die ersten Pferde in Sicht & die Anspannung mit Vorfreude wuchs. Dort angekommen begrüßten wir unsere 2 Mitstreiter Rebecca und Markus.
Los gings in die Ställe, alles inspizieren und sich mit den Pferden bekannt machen. Da sah ich plötzlcih den Fuchs mit Stern, der Chicco hieß. Das musste er sein, doch es gab noch mehr Boxen und so ging die Runde weiter. In der letzten Box, kam ein schwarzer zierlicher Kopf zum Vorschein, der jung und bildhübsch aus der Ecke schaute. Was nun? Den Fuchs oder diesen hier?
Keine 2 Minuten später erkannte Rebecca den Schwarzen als Fabio und so war direkt klar wen sie sich ausgeguckt hatte. Nun wurde meine Entscheidung hinfällig.
Weitere 10 Minuten später standen wir in der Box unserer Pferde und striegelten sie sorgsam.
Nur noch der Sattel drauf, aufgestiegen, das erste Foto geschossen und ab in die Wildnis. Zumindest über Sandwege durch den Wald.
Es lagen 2 Std. Ausritt vor uns und ich konnte mir nix schöneres vorstellen.
Chicco war der ruhigste, bravste, aber nicht der langsamste. Zügig ging er im Trab voran, doch blieb er dabei immer gelassen, selbst im Galopp. Man konnte ihn so schnell jagen, doch das Durchparieren ging immer ohne Probleme und innerhalb von Sekunden. Allerdings musste man sich an seinen unbequemen Trab und Galopp erste gewöhnen, doch trotzdem war der ein absoluter Schatz.

Die Ruhe hielt nicht lange an. Kaum 1km vom Hof entfernt, auf der ersten Galoppstrecke ging Branka, die Friesenstute von Katrin, durch und galoppierte gestreckt zurück Richtung Hof. Chicco und ich versuchten sie einzuholen, doch mit diesem Tempo konnten wir nicht mithalten, vor allem da ich nicht auf Risiko reiten wollte. Nach kurzer Zeit fanden wir Katrin mit Branka im Wald neben dem Weg wieder und sahen sie herausstampfen kommen. Nix war passiert, keiner gestürzt und kein Pferd verletzt. So ging es dann mit ganz ruhigem Tempo zurück zur Gruppe.
Der erste Dampf war abgelassen und nach 45Minuten tauschten Katrin und ich die Pferde. Unbedingt wollte ich mal einen Friesen reiten und den tollen Gang erleben, doch mehr als Trab war lange nicht drin. Branka war zu aufgedreht und wollte nur vorwärts. Nach der Hälfte der Zeit gabs kein Weiterkommen mehr und so gings denselben Weg wieder zurück.
Branka wurde endlich weich im Maul, gab vorne nach, bemerkte den Schenkel und wurde im Allgemeinen ruhiger. Selbst als Chicco und Katrin davon galoppierten blieb sie bei mir und wurde butterweich im Trab. Das Aussitzen wurde zum Traum: kein wackeln, kein rutschen, einfach nur toll.



Fabio hatte jedoch mein Herz erobert. Mit 5 Jahren lief dieser Westfale schön ruhig, zeigte wenig Angst und zeigte uns eine Kostprobe seiner schönen Gänge. Total fasziniert merkte ich mir seine Box und seinen Namen fürs nächste Mal.

Ganz am Ende galoppierten Branka und ich auf einem Sandweg vom Hof weg. Nach Startschwierigkeiten wurde es richtig toll und man saß wie auf einem Sessel. Kaum drehten wir in Richtung Hof, wollte sie schon wieder los, doch ich setzte mich kurz durch und schon zeigte sie keine Anstalten mehr loszurennen. Schön ruhig und gelassen gings nach hause.

Auf den letzten Metern schaute ich mir Cara die schwarze scheinbar Andalusier-mix Stute an. Sehr außergewöhnlich war ihr Kopf und trotz ihrer Nervosität ließ sie sich von unserem Anfänger der Gruppe sehr einfach reiten. Sie reagierte schön auf Stimme und regte sich nicht weiter auf, wenn er etwas unruhiger sass.

Alles in Allem war es ein schöner Tag der wieder mal zu schnell vor rüber ging.

13 Februar 2007

Kanu Show 2007

10.Feb.07

Nun war es wieder so weit. Die KanuShow fand am Wochende statt, in einer neuen Halle, mehr Aussteller und ein anderes Konzept. Da war man natürlich sehr gespannt und anschließend dann noch die Party vor Ort.
Also wurde sich eine Mitfahrgelegenheit gesucht und ab gings. Um 16h kamen wir dann geschlossen dort an, bekamen für unsere Eintrittskarte rote Bändchen und verglichen unsere Losnummer mit den Gewinnen. Tja, Pech gehabt. Kein Gewinn. Dann gings weiter in den Ausstellsaal, wo wir dann natürlich direkt bekannten Gesichtern begegneten und unsere Runde vom Freak Kajaks Stand aus begonnen. Dort wurden die Gewinne verteilt, die auf der Tombola verlost wurden, nur für mich war nix dabei. Schade... Natürlich wurde der Veranstalter Hardy einmal flink begrüsst. Sven war gerade in einem Gespräch und kam dann kurz "hallo" sagen. Und dann gings los....
Besonders aufgefallen war das Wildwasserboot in rosa und daneben so ein kleines Boot wo selbst ein Kind schwer reinkam. Auf dem weiteren Gang durch die Stände kamen wir an einem fahrbaren Boot vorbei. Man könnte auch Autoboot sagen. Es hatte einen Motor, vier Räder und ein Lenkrad. Absolut klasse dieses Ding, so das ich unbedingt damit durch die Gänge heißen wollte. Naja... getraut zu fragen, habe ich mich dann doch nicht. So gings weiter mit unserer Tour. Dann kamen wir am Ty Warp Stand vorbei, wo man die Leute bereits fleißig quatschen und Bier trinken sah, dann kamen wir zum Outdoordirekt Stand. Dort versammelte sich irgendwie die ganze bekannte Truppe. So blieben wir dort einige Zeit hängen und unterhielten uns. Wobei die neueste Diashow von deren Urlauben nebenher auf einem Bildschirm lief und alle mit Bier versorgt wurden.
Man traf doch tatsächlich Bekannte und Freunde, die man länger schon nicht mehr gesehen hatte und dann um 18h gings rüber zu Nudelland, eine kleine Stärkung zu sich genommen. Doch gleichzeitig wurde der Saal geschlossen und erst um 19h wieder geöffnet, dort gings dann mit neuen Partykarten und gelben Bändchen auf die Party.
Dort konnten wir einer Live Band zuhören, leckeres Bier oder wie ich Krefelder trinken, ein wenig feiern und lustige Geschichten hören.
Die wenigsten hatten Evi und Elke kennen gelernt, doch die Geschichte kannte bereits jeder *smile*. Aber wie sollte es anders sein auf Paddlerparties *zwinker*
Um Punkt 12h wurden leider die Schotten dicht gemacht und alle fuhren mit guter Partylaune nach hause. Die einen fuhren ins Bootshaus und feierten dort, die anderen verteilten sich in die Richtung aus der sie gekommen waren *g*, sprich ab nach hause.
Nun freuen wir uns alle auf die nächste KanuShow im Jahr 2008...

01 Februar 2007

Ein Tag in London !

6.Jan.07

Schon am Freitag den 5.Jan.07 ging es los Richtung Dortmund. Die vom Bruder geschenkten Freikarten für den Zirkus "Universal Renz" kann man ja nicht einfach verfallen lassen. Also wurden die Sachen für London gepackt und ab in den Zirkus. Meine spezielle Hauptattraktion "die Löwen" kamen direkt als Erstes, so war ich natürlich direkt hellauf begeistert. Nach ein paar Programmpunkten kamen dann meine zweite Leidenschaft "die Pferde" und um den Abend auch noch perfekt zu beenden kamen dann auch noch die Friesen. Große, edle Tiere die schwarz wie die Nacht waren und absolut grandios auf mich wirkten. Das war ne tolle Vorstellung, auch wenn manche Tiere ihr Programm bereits ohne Kommandos der Tierdomtöre abspielten, aber was solls. Die sind nunmal nicht so dumm wie man denkt *g*
Da die Bahn nach Essen, dort mussten wir um 23:45h in den Bus steigen, bereits vor Ende der Vorstellung fuhr mussten wir den Zirkus frühzeitig verlassen.
Pünktlich wie immer stiegen wir in den Bus ein, doch dann kam das erste Problem.
Zwei Korianer hatten die Reise gebucht ohne sich über ein Visum zu kümmern, also musste geklärt werden ob sie auf ihr eigenens Risiko bis zur Grenze mitfuhren und dann gucken ob sie durch kommen. Gesagt getan, kamen wir dann an der Kontrolle an und dort hieß es "alle man raus, ab zur Kontrollstation, den Perso eingepackt und die Fragen beantworten". Sven und ich hatten Glück und wurden direkt durchgelassen. Andere mussten etwas länger warten, doch die Korianer hatten nun ein richtiges Problem. Das Visum nach England war nicht mehr der Hauptgrund, sondern das fehlende Visum um überhaupt in Deutschland sein zu dürfen. So wurden sie dort festgenommen und kamen erst nach 6Std. Verhör wieder frei und mussten auf eigenen Kosten mit der Fähre nach London einreisen.
Unsere Reise ging wie folgt weiter:
Wir konnten alle in den Bus steigen und fuhren samt Bus auf die Fähre. Zuvor mussten wir allerdings eine Std. warten bis wir auf die Fähre durften, doch da es eh 5Uhr morgens war, schliefen die meisten einfach die Wartezeit über weiter. Nach 1,5Std. ging es dann runter von der Fähre und auf nach London. Dort angekommen machten wir dann die Stadtrundfahrt, vorbei am Big Ben, dem Palast der Queen, der London Bridge und zahlreichen anderen Sehenswürdigkeiten, mit.


Dann wurden wir mitten in London rausgelassen und unternahmen die weiteren Erkundigungen auf eigene Faust. Quer durch Londons Straßen ging es dann erstmal in Richtung China Town. Dummerweise war das Wetter absolut gegen uns und so liefen wir schnell mit nassen und kalten Füßen durch London, doch gesehen haben wir doch sehr viel. Der Regen hörte immer nur für kurze Zeit auf und dann gings direkt weiter, so waren die Aussichten auf die London Bridge doch etwas gräulich getrübt und die Stimmung war auch nicht mehr so auf dem Höhepunkt.
Quer durch China Town auf dem Wege einmal durch London, kamen wir an der original Sherlock Holmes Kneipe vorbei und sahen die Charly Chaplin Bar. Zu unserer Verwunderung kamen wir dann auch an ein paar typischen Wachen vorbei, die ohne jegliche Bewegung in ihren Toren standen. Besondere Bewunderung verdiente die Wache auf dem Pferd, das seine Position kaum veränderte, lediglich ein Huf wurde mal 1cm nach links oder rechts bewegt, doch sonst ließ es sich den Regen ins Gesicht prasseln und von den Blitzlichtern blenden.
Dann ging es weiter mit unserer Tour, so kamen wir noch an einem riesen Kaufhaus vorbei, wo lebende Tiere in Glaskästen verkauft wurden. 5 kleine Welpen spielten hinter den Glasscheiben in einem trostlosen Korbus und die Katzen lagen alle einzeln in ihren Glaskästen. Für mich war es furchtbar doch die londoner Mitmenschen schien sowas bekannt und alltäglich zu sein. Nach dieser Erfahrung und der Aufwärmzeit liefen wir dann zurück und kamen an dem Hard Rock Café vorbei. Die Pounds bereits fast verbraucht gingen wir nur an dem Café vorbei und nicht rein, doch daneben sahen wir direkt den Hard Rock Café Store und dort gingen wir mal rein.
Nicht nur Souvenirs sondern auch richtig rockige Utensilien waren hier zu finden, so wie man sich eigentlich so einen Store vorstellt. Mit den Eindrücken gingen wir dann weiter Richtung Heimat. Zumindest machten wir uns auf den Rückweg um uns noch vor der Abfahrt in einer Kneipe ein englisches Bier zu trinken. Ich nahm mir einen Pott Kakao, der bestimmt einen halben Liter fasste, das war eine riesen Tasse mit einem sehr leckeren Kakao und Sven nahm ein großes Bier. So hatten wir auch unser letztes Geld ausgegeben und schauten uns noch den Bahnhof an. Dort wurden wir dann Zeuge eines Aufmarsches der Polizei, allerdings konnten wir nicht sehen was der Grund gewesen sein könnte. Nach 3Minuten war der Bahnhof überfüllt von civilen und uniformierten Polizisten und 10Minuten später waren sie ebenso schnell wieder abgerückt.
Nun war es schon fast 22:15h, wir hatten ganz London bereits 3 Mal durchquert, waren noch mal zu Fuss an allen Sehenswürdigkeiten gewesen und hatten zum Mittag McDonalds besucht, so ging der Tag dann doch zuende und wir freuten uns auf den wärmenden Bus und die Rückfahrt.